Taekwondo - Sportart

Taekwondo

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... ist ein System der waffenlosen Selbstverteidigung, dessen Ursprungsland Korea ist. In einer dem Laien verständlichen Fassung läßt sich Taekwondo als Kampfkunst interpretieren, deren System von variationsreichen Techniken mit allen Teilen der Hände, Arme, Beine und Füße erlernt wird und die damit in erster Linie der Persönlichkeitsentfaltung des einzelnen dient. Taekwondo bedeutet wörtlich übersetzt: Weg des Fußes und der Hand. Tae Kwon Do ist eine aus Korea stammende waffenlose Kampfkunst. Sie wurde von der Bevölkerung des kleinen asiatischen Landes eingesetzt, um sich gegen Angreifer aus dem benachbarten China, Japan und der Mongolei zu verteidigen, welche immer wieder versuchten, dieses strategisch interessante Gebiet zu besetzen. Der Ursprung dieser asiatischen Kampfsportart liegt nachweislich über 2000 Jahre zurück. Auf alten Wandmalereien in Höhlen in den Bergen Koreas wurden Szenen trainierender Menschen entdeckt, welche vor unserer Zeitrechnung entstanden sein müssen. Heute ist Taekwondo eine der weitest verbreiteten Selbstverteidigungskünste auf dem Globus. Besonderer Wert wird beim Trainieren auf die Fußtechniken gelegt. Hoch gesprungene und gedrehte Kicks sind also was diesen Sport auszeichnet. Dies bedeutet aber auf keinen Fall, dass Hand- bzw. Armtechniken zu kurz kommen. Ähnlich wie beim Karate werden die meisten Taekwondo-Techniken geradlinig und mit maximaler Kraft ausgeführt. Kraft und Schnelligkeit sowie Abstandsgefühl und Geschicklichkeit sind deswegen die wichtigsten Fähigkeiten, die im Taekwondo geschult werden.

Das Wort Taekwondo

... entstand erst in den 1950ern, als sich General a.D. Choi Hong Hi Gedanken über die Vereinheitlichung der bis dahin zahlreichen unterschiedlichen Stile machte. Daraus resultierte das heute olympische Taekwondo. - Tae - Ist der erste Teil des Namens und steht für alle Fuß- und Beintechniken. - Kwon - Der Zweite Teil heißt wörtlich übersetzt Faust und wurde stellvertretend für alle Hand- und Armtechniken gewählt. - Do - Kommt auch in vielen anderen asiatischen Kampfkünsten vor (chinesisch Tao) und ist Synonym für die asiatische Lebensphilosophie.

 

Taekwondo - 5 verschiedene Bestandteile

1. Formen:

der traditionelle Teil des Taekwondo. Hier gibt es verschiedene Stilrichtungen. Die verbreitetste sind die Poomse. Genau wie in anderen Kampfkünsten werden auch hier nach exakt festgelegtem Ablauf Techniken trainiert. Kraft, Technik und Ausdruck der Form werden auf Poomsemeisterschaften bewertet.

 

2. Vollkontaktwettkampf:

das moderne Taekwondo-Kyorugi - wird im September 2000 zum ersten Mal offiziell olympische Sportart sein. Es wird nach streng vorgeschriebenen Regeln gekämpft. Die Kontrahenten tragen dabei Schutzausrüstung. Gewinnen kann man nach Punkten, durch KO oder Aufgabe des Gegners.

3. Taeryon:

eine Übungsform, die man mit Partner ausführt und bei der vor allem das Abstandsgefühl geschult wird.

4. Hosinsul:

bezeichnet man die Selbstverteidigung im Taekwondo. Beim Trainieren von bedrohlichen Alltagssituationen geht es in erster Linie um die Prinzipien der Deeskalation und der Verhältnismäßigkeit. Ersteres bedeutet, dass man versucht, Konflikten die in Gewalt enden könnten, aus dem Weg zu gehen. Sollte es jedoch zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen so setzt der Taekwondosportler auch Techniken anderer Kampfsportarten ein.

 

5. Kyok-Pa:

...der Bruchtest. Dabei werden verschiedene Materialien mit verschiedenen Techniken zerschlagen oder zertreten. Das geschieht aber nicht aus reiner Zerstörungswut, sondern dient der Überprüfung der erlernten Techniken, und wie überall im Leben gelten auch hier die physikalischen Gesetze (z.B. F=m*a).